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Olumi

von Peter Wingen · für Familien/Eltern mit Kindern (Einschätzung app-geprüft, ab ca. zweite Klasse mit Elternbegleitung)

Zuletzt geprüft am 2026-02-16 (Einschätzung app-geprüft.net)

Ausgezeichnet

App des Jahres 2026

Diese App überzeugt in allen Kategorien und wurde von app-geprüft.net als beste Kinder- und Familien-App des Jahres ausgezeichnet.

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Kurzurteil

Familien-App zur Organisation von Aufgaben und Routinen. Keine Werbung, keine In-App-Käufe und keine Kontaktfunktionen mit Fremden; Fokus auf klarer Elternkontrolle via Einladungscode.

Kinderschutz Grün (unauffällig)
Werbung Grün (unauffällig)
In-App-Käufe Grün (unauffällig)
Datenschutz Grün (unauffällig)
Verbraucherinfos Gelb (eingeschränkt geeignet)

Kinderschutz

Eltern richten einen eigenen Account ein und laden Kinder ausschließlich per Einladungscode ein. Es gibt keine offenen Community- oder Kontaktfunktionen mit Fremden. Die von Eltern vergebenen Namen dienen nur der internen Zuordnung innerhalb der Familie; darüber hinaus werden keine personenbezogenen Daten der Kinder erhoben. Insgesamt ist die App klar auf ein geschlossenes Familien-Setup ausgelegt.

Werbung

Olumi enthält keine Werbung. Es werden keine externen Tracking-Tools oder Werbenetzwerke eingesetzt, wodurch Kinder nicht durch Kauf- oder Werbeanreize im Nutzungskontext beeinflusst werden.

In-App-Käufe

Derzeit ist Olumi vollständig kostenlos. Es gibt keine In-App-Käufe, keine Premium-Features und keine Zahlungs- oder Abo-Mechaniken, die Kaufdruck erzeugen könnten.

Datenschutz

Olumi ist nur online nutzbar, verarbeitet dabei jedoch keine Trackingdaten über Drittanbieter und bietet keine Chat- oder Fremdkontakt-Funktionen. Die Datenverarbeitung erfolgt auf Servern in Europa und ist auf DSGVO-konforme Nutzung ausgelegt. Für Familien bleibt die Datenlage dadurch vergleichsweise überschaubar.

Verbraucherinfos

Die zentralen Punkte (Einladung per Code, keine Werbung/Tracking, kostenlos) sind gut vermittelbar. Aus Verbrauchersicht sollten Datenschutzinfos, Supportkontakt und eine kurze, leicht verständliche Erklärung zur Datenverarbeitung sowie zur Funktionslogik (Eltern-/Kinderrollen) prominent auffindbar sein, damit Eltern schnell Sicherheit gewinnen.

Redaktioneller Beitrag

Wenn Erinnern zur App-Sache wird: Olumi bringt Struktur in den Familienalltag

Weniger Diskussionen am Küchentisch – kann eine App dabei wirklich helfen?

Viele Eltern kennen dieses tägliche Ritual: „Hast du deine Sachen gepackt?“ – „Mach bitte noch schnell deine Aufgabe.“ – „Ich hab’s dir doch schon dreimal gesagt.“ Es sind keine großen Dramen, eher diese kleinen, wiederkehrenden Reibungen, die im Familienalltag Energie kosten. Genau an dieser Stelle setzt Olumi an – eine schlanke ToDo-App für Familien, entwickelt von einem Papa, der offenbar selbst genug von Endlos-Erinnerungen hatte.

Olumi ist bewusst einfach gehalten. Keine überladene Familienplattform, kein gamifiziertes Universum mit tausend Menüs. Der Kern ist eine klare Aufgabenliste: Eltern erstellen Aufgaben in ihrer App, weisen sie ihren Kindern zu und entscheiden, wann diese erledigt werden sollen. Das kann einmalig sein („Müll rausbringen“) oder wiederkehrend („Zähne putzen“, „Schulranzen packen“). Auch feste Zeiten lassen sich hinterlegen – und damit rückt eine Frage in den Mittelpunkt, die viele Familien beschäftigt: Wie schafft man Struktur, ohne ständig hinterher zu sein?

Kinder sehen in Olumi ausschließlich das, was sie betrifft. Keine Eltern-Dashboards, keine komplizierten Einstellungen, keine Überforderung durch zu viele Optionen. Stattdessen eine einfache Tagesansicht: Was steht heute an? Was ist schon erledigt? Das Abhaken ist bewusst niedrigschwellig – und genau darin liegt die Idee: Verantwortung soll nicht als Druck ankommen, sondern als machbare, klare Aufgabe.

Ein zentrales Element sind die Erinnerungen. Olumi verschiebt das Erinnern vom Elternteil in die App: Kinder bekommen zur passenden Uhrzeit eine Push-Nachricht, wenn etwas ansteht. Und sobald eine Aufgabe erledigt ist, erhalten Eltern ebenfalls unmittelbar eine Info. Für manche Familien klingt das vielleicht nach „noch mehr Bildschirm“. In der Praxis kann es aber genau das Gegenteil bewirken: weniger Nachfragen, weniger Genervtheit – und vor allem weniger Konfliktpotenzial, weil die Aufforderung nicht mehr ständig von Mama oder Papa kommt.

Wer schon einmal erlebt hat, wie sich ein Kind gegen das vierte „Jetzt aber wirklich!“ wehrt, versteht den Vorteil sofort: Wenn Aufgaben sichtbar sind – statt im Kopf der Eltern – verändert sich der Ton. Es geht weniger um Ermahnen und mehr um Selbstständigkeit. Der Alltag bleibt voll, aber die Stimmung kann ruhiger werden. Olumi formuliert das sehr klar: weniger erinnern, weniger meckern, mehr erledigte Aufgaben.

Dazu kommen kleine Motivationselemente: Punkte und Belohnungen lassen sich nutzen, um Fortschritt sichtbar zu machen. Das ist kein Muss, aber für viele Kinder ein zusätzlicher Anreiz. Jede erledigte Aufgabe wird zum kleinen Erfolgserlebnis – und in der Bildsprache der App freut sich sogar der „innere Schweinehund“ mit. Es ist ein humorvoller Kniff, der die App leichter wirken lässt, ohne den Fokus zu verlieren.

Interessant ist auch der Blick auf das, was Olumi nicht macht. Es gibt keine Werbung, kein Tracking, keine Datenweitergabe. Gerade im Kinder- und Familienkontext ist das mehr als ein Nebenpunkt. Olumi speichert nach eigenen Angaben nur das, was für die Aufgabenverwaltung nötig ist, läuft ohne externe Tracking-Dienste und setzt auf Server in Europa. Chats oder Kontaktmöglichkeiten mit Fremden gibt es nicht – ein Risiko, das viele Eltern bei Kinder-Apps besonders beschäftigt, fällt damit weg.

Am Ende bleibt die Frage: Was verändert sich wirklich? Olumi verspricht keine Wunder. Es nimmt Eltern nicht die Erziehung ab und ersetzt keine Gespräche über Verantwortung. Aber es kann einen Teil der täglichen Reibung aus dem System nehmen: Aufgaben werden klarer, Zuständigkeiten sichtbarer, Erinnerungen automatisiert. Und wenn dadurch am Abend ein bisschen weniger diskutiert wird, ist das für viele Familien bereits ein spürbarer Gewinn.

Der Entwickler sagt, Olumi sei „im Familienalltag entstanden – zwischen Schulranzen, Brotdosen und Diskussionen am Küchentisch“ und von den „ehrlichsten Kritiker:innen“ getestet worden: seinen eigenen Kindern. Man muss diese Geschichte nicht romantisieren – aber sie erklärt, warum Olumi so geradlinig wirkt. Eine App, die nicht alles kann, aber genau das abdeckt, was viele Familien täglich brauchen: Aufgaben klar verteilen, Fortschritt sehen, weniger erinnern müssen.

Wer Olumi ausprobiert und merkt, dass im Alltag noch etwas fehlt, kann dem Entwickler direkt Feedback geben – und wer im Familienchaos wirklich entlastet wird, hilft der App mit einer Bewertung. Manchmal sind es eben nicht die großen Innovationen, sondern die kleinen Werkzeuge, die den Ton in der Familie ein Stück freundlicher machen.

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